Niemand hätte Anfang des Jahres 2020 daran gedacht, dass ein Ereignis eintreten könnte, das uns in unseren gewohnten und beinahe schon für selbstverständlich erachteten Lebensweisen komplett durcheinander bringt. Die Teilnahme an einem Triathlon ist eben eine solche. Die weltweite Corona-Pandemie hat die Veranstaltungslandschaft nicht nur gestört, sie hat sie im Wesentlichen für das ganze Jahr brach gelegt.

Über den gesamten Erdball wurde Großveranstaltung um Großveranstaltung abgesagt. Doch das Team vom Austria Triathlon wollte sich damit nicht abfinden. Ganz im Gegenteil. Als einzige Traditionsveranstaltung der Welt konnte der Austria Triathlon Anfang September beinahe in der selben Größe stattfinden wie gewohnt.

Der erste erfolgreiche Probelauf fand bereits am 19. Juli 2020 statt. Mit einem innovativen Jagdrennen konnte man die norwegischen Superstars Kristian Blummenfelt, Gustav Iden und Casper Stornes nach Podersdorf holen, wo sie sich gemeinsam mit Julia Hauser ein Duell gegen die Athleten des Omni Biotic Powerteams geliefert hatten. Ein Live-Stream über beinahe 10 Stunden auf Laola1 und auf triathlonlive.tv setzten ein erstes sportliches Ausrufezeichen der sich doch noch anbahnenden Triathlonsaison.

Ununterbrochen arbeitete Veranstalter Daniel Döller an einem innovativen Covid19-Präventionskonzept und konnte in Abstimmung mit den Behörden schließlich alle Genehmigungen für die Durchführung des 33. Austria Triathlon einholen.

Dies brachte die Veranstalter in die glückliche Lage, das vielleicht beste Starterfeld aller Zeiten in Podersdorf am Start zu haben. Mit Michael Weiss, Paul Ruttmann, Per van Vlerken, Georg Enzenberger, Till Schramm, Christian Altstadt sowie dem Deutschen Frederic Funk, der über die Halbdistanz siegte, war für sportliche Duelle gesorgt. Nach der erfolgreichen Generalprobe gab es auch beim Hauptrennen wieder einen professionellen Live-Stream über 10 Stunden.

Weiss mit Rad-Weltbestzeit

Warum Podersdorf den Claim FAST.HARD.LEGENDARY hat, zeigte sich an diesem perfekten Triathlontag. Blauer Himmel und in den ersten Stunden wenig Wind sorgten für Fabelzeiten. Michael Weiss konnte an diesem Tag Triathlongeschichte schreiben. Mit 4:01:00 auf die 180 Kilometer setzte Weiss eine neue Weltbestmarke und war damit sogar noch 7 Minuten schneller als Georg Swoboda, der einst lange Zeit die Europabestzeit hielt. Doch auch auf der Laufstrecke zog Weiss voll durch und konnte mit einer Endzeit von 7:36:56 eine der schnellsten Zeiten der Triathlongeschichte erreichen.

Insgesamt waren knapp 2.000 Starter beim Austria Triathlon 2020 angemeldet – am Start waren es knapp 1.600, die sich über alle vier Disziplinen Lang,-/Halb,-/Olympic und Sprint ihre Finishermedaillen holen konnten.

Ergebnisse Samstag

Ergebnisse Sonntag

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