Der österreichische Klassiker über die „Ironman“-Distanz in Podersdorf jubilierte am 25. August 2007 mit Teilnehmerrekord und extremen äußeren Bedingungen. 3fach Sieg für Österreich bei den Herren. „Mr. Podersdorf“ Alexander Frühwirth stellt einen einsamen Rekord auf und holt seinen 6. Sieg in 8:43:17, 5 Minuten vor dem jungen Niederösterreicher Johannes Polak und Robert Lang aus dem Seewinkel. Die Staffel des Austria Triathlon Podersdorf mit den österreichischen Assen Franz Frühauf, Roland Garber und Erich Kokaly verbesserte mit 7:55:09 den österreichischen Rekord über die Staffeldistanz aus dem Jahre 2003 um fast 20 Minuten und zeigte ihre Klasse mit fabelhaften Vorsprung von 44 Minuten. Der Weltrekord lag durch Hitze und Wind bedingt außer Reichweite. Den „Österreichtag“ komplettiert der österreichische Trippelsieg bei den Frauen durch Monika Stadlmann mit 10:11:24, vor Catherine Hager und Barbara Pliessnig.

Der heimischen Klassiker über die Langdistanz in Podersdorf machte bei seinem 20 jährigen Jubiläum dem „Iron“-Image alle Ehre. Die Sonne brannte schon um 7:30 Uhr, beim Startschuss für das Rekordfeld mit 420 AthletInnen, welche die 3,8 km lange Schwimmdistanz bei extrem starken Wellengang in Einzel oder Staffel in Angriff nahmen. Auch die Wasserhöhe machte das Schwimmen zu einem Abenteuer.

Die Rekordstaffel begrub gleich anfangs aufgrund des starken Wellenganges ihre Weltrekordambitionen. Für Franz Frühauf wurde das Schwimmen zum Kampf gegen Wellen und Wasserschlucken. Das Radass Roland Garber legte eine fulminante erste Runde durch den Seewinkel hin. Der „Schnitt“ betrug 44 km/h auf den ersten 45 km. Trotz größeren Kämpfen und starkem Wind lieferte er eine starke Radleistung mit 4.24.41. Der 2fache Marathonstaatsmeister und Wachau Marathon Sieger Erich Kokaly legte dann bei drückender Hitze und über 30 Grad um 13 Uhr fulminant los. Er lief die ersten 10,5 km in 34 Minuten und beendete bei sengender Hitze mit beachtlichen 2.30.40 den Rekord-Staffellauf in 7:55:09. Das war unglaubliche 18 Minuten schneller als der alte Rekord und weltweit die Fünftbeste je in der Staffel über die „Ironman“-Distanz erzielte Zeit. Die zweitbeste Staffel erzielte 8:40:03 und unterstrich damit die hervorragende Leistung der Siegerstaffel.

Einsame Klasse beim Schwimmen bei den echten „Irons“ war der Deutsche Christopher Nordmeyer, der vor den beiden Tschechen Tomas Bednar und Jarda Beynda aus dem Wasser stieg. Rekordmann Alexander Frühwirth kam als Fünfter. Aber schon auf der Radstrecke zeigten die Österreicher auf, dass sie ein Triathlonvolk geworden sind. Nach starkem Beginn der Deutschen Nordmeyer und Funk übernahm auf der letzten Runde die Österreicher das Kommando.

Die extreme Hitze ermöglichte dem Routinier Alexander Frühwirth auf seiner Lieblingsstrecke Marathon, nach schneller Aufholjagd von Platz 7 mit 13 Minuten Rückstand, bereits nach den ersten 10 km ein kontrolliertes Rennen. Er gewann mit 8:43:17 seinen 6. Titel beim Austria Triathlon in Podersdorf und stellte damit einen einsamen Rekord auf. Die Marathonzeit lag zwar über 3 Stunden, aber fast alle AthletInen blieben bei diesen Bedingungen unter Ihren Bestzeiten. Der Zweite Johannes Polak freute sich im Ziel über seine neue Bestzeit von 8:48:35, fast 15 Minuten schneller als im Vorjahr. Den Trippelsieg der Österreicher ermöglichte mit 8:57:03 der Burgenländer Robert Lang vom LTC Seewinkel, nach dem Schwimmen noch auf Platz 48. Er überholte auf der Laufstrecke den besten Ausländer Kristl Flip aus Tschechien.

Im Rekordfeld der 24 Damen gelang der zweifachen Staatsmeisterin Monika Stadlmann der erste Sieg in Podersdorf. Nach dem Schwimmen noch Zweite hinter der Deutschen Heike Fuchs, ging Sie bereits am Rad in Führung und gewann gewann mit einem souveränen Marathon in 10:11:24 klar vor Catherine Hager, der eine fulminante Zeit im Marathon zum zweiten Platz mit 10:35:31 vor Barbara Pliessnig in 10:50:03 verhalf.

Die neuen „Leidensfähigkeiten“ der ÖsterreicherInnen bei extremen Bedingungen ermöglichten diese Sensation im durchaus gut besetzen Jubiläums-Veranstaltung.

Kurt Mitschko der Veranstalter, der ersten Stunde freute sich beim Jubiläum: „Podersdorf hat wieder gezeigt, dass wir den Athleten in den Mittelpunkt stellen. Die neuen Rekordziffern bestätigen unsere ambitionierte Arbeit und motivieren für Neues.“

Ergebnisse 2007

Ergebnisse 2007

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